Tipps für Bauwillige

Ist das Gespräch mit dem örtlichen Bauamt positiv verlaufen, kann Ihr Architekt in Abstimmung mit Ihnen einen Bauantrag formulieren. Wichtig zu wissen ist auch, welche Ämter zuständig sind - Was erledige ich wo in Sachen Bau?  Bei der Erstellung der Antragsunterlagen ist folgendes zu beachten. Allgemeine Checkliste:

  • Die Verwendung der amtlichen Formulare ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • Zur Vereinfachung der Verfahrensprüfung sollen die Unterlagen entsprechend der durch die Behörde vorgegebenen.
  • Anzahl und Umfang der Unterlagen müssen entsprechend der Bauvorlagenverordnung Brandenburg komplett eingereicht werden. Manchmal kann das Verfahren durch mehr Exemplare zur parallelen Bearbeitung beschleunigt werden. Beraten Sie sich hierzu mit dem Bauordnungsamt des Landkreises.
  • Können Sie einige Unterlagen erst später einreichen, vermerken Sie das in Ihrem Anschreiben.
  • Um spätere Änderungen nachzuvollziehen zu können, sollte jedes Blatt der Antragsunterlagen mit einer Datumsangabe versehen werden.
  • Auf Karten, Grundrissen, Emissionsquellen ist ein Nordpfeil einzutragen.
  • Auf Karten, Bauzeichnungen usw. ist ein Maßstab anzugeben.
  • Der Bauantrag und die Bauvorhaben müssen von Ihnen und dem Architekten unterschrieben sein. Bei den Bauvorlagen sind auch die beauftragten Fachplaner unterschriftspflichtig.
  • Zur Klärung Ihrer rechtlichen Vertretung sollten Sie zur Vorlage bei den verschiedenen Fachämtern Ihren beauftragten Personen eine Vollmacht ausstellen.

Wichtige Bauvorlagen:

 

Der Bauantrag beinhaltet neben den Zeichnungen, Lageplan, Grundriss, Ansicht und Schnitt auch noch eine Betriebs- und Baubeschreibung, verschiedene weitere Berechnungen wie z.B. die Nutzfläche und die Abstandsflächen. Des Weiteren sind die bautechnischen Nachweise wie Standsicherheit, Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz erforderlich.
Mindestanforderungen über Inhalt und Umfang der notwendigen Genehmigungsdokumente sind in der landesrechtlichen Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren detailliert beschrieben. Der genaue Umfang der Bauvorlagen ist vom Investitionsvorhaben abhängig und sollte im Rahmen der Vorgespräche abgestimmt werden. Folgende Vorlagen und Angaben sind in der Regel unerlässlich:
Bauantragsformular
mit Name, Adresse, Telefonnummer des Antragstellers und des Entwurfsverfassers (Architekt) sowie der genauen Bezeichnung des Grundstücks unter Angabe von Adresse, Gemarkung, Flur und Flurstück.
Der amtliche Lageplan
mit allen erforderlichen Maßen und Angaben über das zu bebauende Grundstück und die geplanten baulichen Anlagen. Dieser Lageplan ist vom Kataster- und Vermessungsamt oder von einem befugten Vermessungsingenieur anzufertigen.
Die Angaben
über die Beseitigung von Abwasser und Niederschlagswasser sind in einem Plan im Maßstab von mindestens 1:500 zu erläutern.
Der Nachweis
über die Kampfmittelfreiheit des Baugrundstücks.
Sofern das Vorhaben innerhalb von naturschutzrechtlichen Flächen durchgeführt werden soll oder auf diese einwirken kann, sind vor der Bauantragsstellung die erforderlichen naturschutzrechtlichen Genehmigungen, Befreiungen bzw. Ausnahmegenehmigungen einzuholen.